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Samstag, 26. Juli 2014

5 "Silber -das erste Buch der Träume /Silver -The First Book Of Dreams" -Kerstin Gier


Uff, ist ja schon wieder eine Weile her, seit ich es gelesen habe. Aber ich kann mich noch dran erinnern, keine Sorge.

Habe ich dieses Buch also auch mal gelesen (Auch wenn man dieses Buch wirklich nicht unbedingt gelesen haben muss)
Grob geht es hier darum, dass die Leute hier alle eine Tür haben, hinter der ihre Träume liegen und naja, um Satanismus, Beschwörungen und anderen Kram. Ich muss sagen, die Idee des Buches ist gar nicht so schlecht, aber naja, Gegenstandslos. Es gibt hier keine Handlung. Es gibt hier ein paar Geheimisse, aber es scheint nicht wirklich was zu passieren.

Liv, die Hauptfigur erinnert mich am Anfang an mich selbst, sie trägt eine Brille und eine Zahnspange, ist ungefähr in meinem Alter und ist fest entschlossen niemals einem Jungen herzurennen (Sollte das die Handlung des Buches gewesen sein? Dass sie es plötzlich doch tut?) und damit kann ich mich (Wer hätte da gedacht?) irgendwie identifizieren (auch wenn die Zahnspange seit Juni raus ist).
Das heißt jetzt nicht, dass ich dieses Buch blöd finde, weil eine Liebesgeschichte drin vorkommt. (Ja, dieses Thema ist bei mir ziemlich durchgekaut. Ich weiß nicht, wie man Liebegeschichten bewertet, weil ich a. keine Erfahrung damit habe, b. sie aber trotzdem manchmal eindeutig unrealistisch sind und c. ich eine gewisse Aussage finden will)
Aber diese Liebesgeschichte wirkt nicht besonders nachvollziehbar, weil Liv vom einen Tag auf den anderen plötzlich mit Henry zusammen ist, obwohl die beiden sich kaum kennen und kaum eine wirkliche Annäherung der beiden stattgefunden hat.  Es ist jedenfalls nicht klar, warum sie plötzlich in in verknallt ist. Und sonst kommt auch nur ein bisschen Rumgeplänkel drin vor.

Phew, it's a while ago since I've read it. But I still remember, don't worry.

So now I've read this book too  (Even though you really don't have to read it)
Roughly it's about all people having a door behind which their dreams are, about satanism invocations and other stuff. I have to admit, the idea of the books isn't bad, but well, baseless. There are some secrets, but there doesn't seem to happen much.

Liv, the main character reminds me of myself in the beginning, she wears glasses, braces, is about my age and she's determined to never run after a boy, (Should that be the whole story? That she finally does?) and with that I actually can indentify (even though the braces are out since June).
That doesn't mean I don't like it because it's a love story. (Yes, this topic is really quite chewed through. I don't know how to rate love stories because of a. loss of experience, b. the still are sometimes definitely not realistic and c. I'm always looking for a message)
But this love story doesn't seem quite comprehensible, because she seems to get a crush to him day-to-day, even though they don't know each other well and there never was a real approach of the two. So it actually isn't clear why she's suddenly  in love with him. And anyway there's only a lot of beating around the bush.


Rumgeplänkel wie: ein Schulklatschblog, ein Herbstball (erinnert mich wegen des Rokokkodresscodes stark an die "Rubinrot"-trilogie), ein bisschen Rumknutschen, eine wilde Poolparty und alles in allem eine leichte Leküre ohne Handlung. Es finden dann noch ein paar pseudomystische Rituale statt und das war's auch schon. Genug, um ein ganzes Buch zu füllen. Das ist ja sogar alles schön, aber es passiert einfach Handlungsmäßig rein gar nichts. Man träumt zwar schon ein bisschen davon, das alles auch zu können: Aktiv seine eigenen Träume gestalten zu können und überlegt sich, wie die eigene Traumtür wohl aussehen könnte... aber es gibt keine echte Handlung und keinen tieferen Hintergrund. Liv ist eine interessante Figur und ich finde es schade um sie, denn man hätte echt mehr aus ihr machen können.

Es gibt zwar noch die ganze Sache mit den Träumen und Traumtüren, mit dem Windmann, den Beschwörungen etc., aber meiner Meinung nach rückt dieser Handlungsstrang neben allem anderen zu sehr in den Hintergrund und das wird für mich zu uninteressant am Ende, weil in der Hinsicht einfach nichts geschieht, obwohl sehr wohl Spielraum dafür gewesen wäre. Stattdessen die ganze Zeit nur ein paar schwammige Andeutungen. Der Schluss liest sich meiner Meinug nach einfach viel zu schnell und kurz.

Ich hatte erwähnt, dass mich der Rokokkodresscode beim Herbstball sehr an Rubinrot erinnert. Aber nicht nur das. Es gab furchtbar viele kleine Details, angefangen damit, dass Liv in London wohnt, mit den seltsamen Verhaltensweisen eines Geheimen Bundes, dem eben erwähnten Herbstball und dem vorkommen von sprechenden Wasserspeier (Wenn auch nur im Traum) die schon bei "Rubinrot" vorkamen und die deshalb einfach weder neu noch interessant zu lesen waren. Wahrscheinlich kam mir deshalb sehr viel in diesem Buch nur noch wie Rumgeplänkel vor: ich hatte einfach das Gefühl, das alles schon zu kennen.Und anders als bei Rubinrot fehlt Silber jedoch eine gewisse "Erwachsenheit" dadurch, dass nur noch Teenager darin vorkommen und die Erwachsenen -typisch YA und sehr viel ausgeprägter als bei Rubinrot -nur noch Nebenrollen spielen, die den Teenagern das Leben schwer machen.  Selbst mir als Fünfzehnjähriger ist das eigentlich ein bisschen zu einfach.

Beating around the bush with a tittletattleschoolblog, an autumn ball  (reminds because of the Rokokko dresscode a lot of the "Ruby Red"-trilogy, a bit of smooching, a wild pool party and at all a light reading. Then there are some pseudmystical rituals and that's it. Enough to fill a book. That's actually quite nice, but nothing's happening. You dream a little of doing all of that yourself: controling you dreams youself and wonder how you own dream gate might look... but there was no real plot and no deeper background. Liv is an interesting character and it's a pity about her, because you could have made more of her.

Then of course there's the whole thing with the dreams and dream gates, with the wind man, the invocations and so on, but I think this plotline is too much in the background beside everything else and that isn't interesting in the end, because in this aspect nothing happens, though there was a lot of space therefore. Instead all the time just a few vague hints. The end is in my opinion much to fast and short.



I'v mentioned that the Rokokkodrescode on the autumn ball reminded me a lot of "Ruby Red". But not only. There were alot of small details, beginning with Liv living in London, the strange attitude of a secret league, the mentioned autumn ball and the appearance of talking gargoyles (Though only in dreams) that already came in "Ruby Red" and so were neither new nor interesting to read. Probably that's why the seemed like beating around the bush: I had the feeling that I already knew everything. And else than in "Ruby Red" in Silver there's some "adultness" because only teenagers appeared and the grown-ups -typically YA and much more appalling than in Ruby Red -only have minor roles to make the teenagers life difficult. Even for me as a fifteen-year old that's a bit too simple.



Die einzigen Lichtblicke andererseits waren Stellen wie diese:
"Anders als Spekulatius oder Lebkuchen zählen Vanillekipferl nicht so zwingend zum Weihnachtsgebäck" murmelte Lottie auf Deutsch und mehr zu sich selber als zu uns.
Papa hatte damals auf einem deutschen Au-Pair-Mädchen bestanden, damit wir seine Muttersprache besser sprechen lernten. Wenn er selber Deutsch mit uns sprach, neigten wir nämlich dazu, gar nicht, oder auf English zu antworten [...] und das entsprach so gar nicht seiner Vorstelleung von einer ordentlichen, zweisprachigen Erziehung. Da Lottie anfangs kaum English konnte, mussten wir uns bei ihr immer bemühen, Deutsch zu sprechen und Papa frohlockte. Bis er feststellte, dass wir auch Lotties Dialekt übernahmen. Spätestens als Klein-Mia ihm Brokkoli auf das Hemd spuckte und "Des ess i ned, host mi?"zu ihm sagte, war ihm klar, dass sein Plan doch nicht ganz aufgegangen war.
"Sie könnten durchaus als ganzjahrestaugliche Kekse durchgehen." Lottie machte sich immer noch Sorgen, das Christkind könnte ihr die Kipferl übelnehmen.
Einfach herrlich. Für sowas lohnt es sich noch, das Buch zu lesen. Alles andere war ziemlich träge, selbst wenn es teilweise interessant war, aber diese Stellen waren i-Tüpfelchen dieses Romans und haben ihn ein bisschen belebt.
In der Hinsicht war das Buch toll, darum keine komplette Pleite sondern drei von fünf Delphinen.

Übrigens, die Titelgebung der Bücher ist so furchtbar kreativ. Der zweite Band heißt "Das zweite Buch der Träume" und der dritte wird vermutlich "Das dritte Buch der Träume" heißen.

The only bright spots were passages like this:
"Else than spekulatius or gingerbread, vanillekipfel don't count as coactive as christmas bakings" Lottie mumbled in German more to herself than to us. Papa had back then insisted of a German Au-Pair so we would learn to speak his native language better. When he talked to us in German we tended not to answer, or in English [...] and this didn't quite accord to his idea of a proper bilingual education. Since Lottie didn't speak English well in the beginning, we had to try to speak German with her and Papa rejoiced. Until he realized that we also adopted Lotties dialect. At the lated when little Mia spilled him broccoli on his shirt and said "Des ess i ned, host mi?" ("I won't eat that, you understand me?") to him, he realized, that his plan hadn't come out even.
"The thoroughly could count as all-season suitable biscuits." Lottie still worried, father christmas could resent her the kipferl.*
Great. About that the book's worth reading (That pitily doesn't get clear in the translation. It sounds much cooler in German). Everything alse was dull, even wenn it was partly interesting, but these passages where the dot on the i of this novel. In this aspect the book was great and enlivened the book a bit.

By the way, the entitling of the books is so horribly creative. The second volume is called "The  Second Book Of Dreams" and the third will probably be "The Third Book Of Dreams".

*I translated this myself


Sonntag, 20. April 2014

0 "Der Geschmack von Glück" /"This Is What Happy Looks like" -Jennifer E. Smith

Was ich an diesem Buch mag

Es gibt Liebesschnulzen mit Untertitel, in denen irgendwie alles verkitscht wird. Aber das hier ist keiner davon. Die Story scheint ziemlich einfach zu sein: Durch einen Tippfehler landet eine e-mail des Filmstars Graham Larkin  aus Kalifornien bei Ellie, eine Mädchen aus Maine, das ein ganz gewöhnliches Leben als Teenager führt. Sie schreiben sich und lernen sich dadurch kennen, obwohl keiner den Namen des anderen kennt. Graham will sie unbedingt endlich kennenlernen und schlägt für seinen neuesten Film die kleine Stadt in der Ellie wohnt als Drehort vor, weil er sie endlich im echten Leben kennen lernen will. Aber Ellie einen Grund, sich vor Kameras und der Öffentlichkeit zu verstecken. Auf den ersten Blick scheint das eine simple Story zu sein, ist es aber doch irgendwie nicht.

There's sob stuff with subtitle in which everything sounds sappy. But this is none of them. The plot seems simple: Through a typing error an e-mail of the movie star Graham Larkin arrives Ellies mailbox, Ellie, a girl from Maine, that has a normal life as a teenager. They write each other and get to know each other, even though no one knows the name of the other. Graham wants to meet her at all costs and suggests Ellies hometown as a film location because her wants to meet her in real life. But Ellie has a reason to hide from cameras and publicity. On the first sight it seems a simpel story, but somehow it isn't.

Das schöne ist zuerst einmal, dass das Buch gleich zur Sache kommt, es gibt keine langsame Einführung in die Geschichte, sondern sie startet sofort senkrecht in der Handlung ein. Und es wird auch nie irgendwie künstlich Spannung zwischen den beiden da, sie existiert natürlicherweise, weil sie die sind die sie sind. Ellie ist eine bewundernswerte Person, nicht perfekt, aber bewundernswert. Graham genauso. Ich kenne viele Buchfiguren, die zu außergewöhnlich sind, oder deren Leben und Situation viel zu anders sind (Andere Welt, andere Zeit) und die dadurch fast unmenschlich wirken, aber Ellie und Graham wirken einfach so menschlich, so natürlich in ihren Handlungen.

First of all it's wonderful that the book immediately come to the point, there's no slow introduction to the story, but a start up straight to the plot. And there's never any artificial tension between them, it exists naturally, because they are who they are. Ellie is an admirable person, not perfect, but admirable. As well as Graham. I know many charakters in books that are too extraordinary or whose life and situation are too different (other world, other time) and who almost appear inhuman thereby, but Ellie and Graham simply appear so human, so natural in their actions.

Dann ist da dieser Keil, der zwischenzeitlich zwischen ihnen steht und das Tolle ist eben, dass es eigentlich nichts und niemand ist, der zwischen steht, sondern allein sie selbst und ihr eigenes Denken, ihre Ängste und Sorgen, sind es, die ihnen im Weg stehen, und dass sie diese lösen müssen. Dann, weil die ganze Geschichte einen Bogen von der ersten Seite bis zum Schluss hat. Dann, weil es eine Geschichte ist die mich glücklich gemacht hat. Das kann dieses Buch und auch wenn es zwischenzeitlich schlecht steht, macht es einen schließlich rundum glücklich. Das ist nicht gelogen. Der Titel und das Cover sind einfach außergewöhnlich gut gewählt.

Then there's the wedge, that's between them interim and the great thing is, that it's nothing and nobody between them, but only theirselves and their own thoughts and worries standing in their way and that the have to fight them. Then, because the story has a bridge from the first page to the last. Then, because it's a story that made me happy. That's what this book is written for, and although in meanwhile it's in a bad way for the charakters, it finally makes you all around happy. That's not a lie. The title and the cover are simply well chosen.

Und zu guter letzt noch ein Zitat:
"Kindheitserinnerungen waren wie Bordgepäck: Egal, wie weit man reiste oder für wie lange es reichen musste, man durfte immer nur zwei Taschen mitnehmen. In diesen Taschen waren zwar einige verschwommene Bilder verstaut - ein Diner mit einer Jukebox direkt am Tisch, das Gefühl, auf der Schaukel angeschoben oder hochgehoben und herumgewirbelt zu werden -, doch die konnten eigentlich nicht für ein ganzes Leben reichen."

Montag, 14. April 2014

4 "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" /"The Fault in our Stars" -John Green

Diese Rezension spoilert, da dies bei einer negativen Rezension vorkommt. Wenn ihr also entweder totaler Fan seid und keinen Verriss lesen wollt oder das Buch lesen wollt oder gerade lest, dann lest das hier einfach nicht.

This  Review is a spoiler, since this appears to be a negative Review. So if you whether are a big Fan and don't want to read a scorcher, or if you are reading the book or want to read it, just don't read this.

Ich weiß, dass es viele Krebskranke gab, die dieses Buch nicht mochten. Manche wiederum fanden es toll. Ich bin nicht krebskrank, also enthalte ich mich in dieser Frage. Ich entschuldige mich im Vorraus bei allen, die total begeistert von diesem Buch waren. Ihr dürft mich gerne schlagen und verfluchen.
Das Buch sagt, es sei keine Krebsbuch. Leider geht es um zwei krebskranke Kinder von denen eines stirbt. Auch wenn John Green es vielleicht anders sieht: Der Krebs steht immer im Mittelpunkt. Es gibt kaum eine Stelle, an der er ignoriert werden kann.

I know that there are many people having cancer, who didn't like this book. Some others liked it. I don't have cancer, so I abstain from this questions. I apologize those, who were excited of this book. You may hit me and damn me.
The book says, it's no cancer book. Unfortunately it's about to kids having cancer. Even if John Green maybe didn't want that: the cancer seems to always take center stage. There is rarel a passage at which it can be ignored.

Nehmen wir mal an, die Krebsgeschichte würde nicht existieren. Dann wären das zwei Teenager, die sich über Gott und die Welt unterhalten. Das Mädchen guckt America's Next Topmodel und der Junge spielt gerne Videospiele und guckt sich Actionfilme an. Er hat früher Basketball gespielt. Das Mädchen findet Actionfilme nicht so toll. Sie geht aber gerne mit ihrer Freundin shoppen und so. Leider sind beide, wenn man den Krebs weglässt, äußerlich sehr durchschnittlich und das macht beide nicht besonders interessant. Ich spreche solchen Leuten nicht die Intelligenz ab, aber John Green hätte sich auch in dieser Hinsicht für Hazel und Augustus etwas kreativeres überlegen können. Innerlich sind sie wirklich komplexer, aber äußerlich auf den ersten Blick wirken sie mir zu flach und klischeehaft und das stört mich Er wollte zwei Figuren schaffen, die nicht auf ihren Krebs reduziert werden wollen, aber für mich macht eigentlich nur der Krebs sie zu etwas besonderem, da ich nicht wissen kann, wie sie wären, wie die denken würden, wenn sie keinen Krebs hätten.

Let's assume, the cancer didn't exist. Then it would be two teenagers talking about all the world and his brother. The girl watches America's Next Topmodel and the boy plays video games and watches action movies. He used to play basketball. The girl doesn't like action movies. But she like to go shopping with her friend and so on. Unfortunaly both are cursorily very average and that doesn't make them very interesting. I don't deny such people intelligence, but John Green could have made up something more creative. Inside they are really more complex, but outside, at the first sight they are too plain and clichéd and that bothers me. He wanted to create to charakters, that don't want to be reduced to their cancer, but to me only the cancer makes them special, since I can't know, how they were like, how the would think, if they didn't have cancer.

Okay, sie sind nicht durchschnittlich. Sie lesen Bücher (aber ein Autor sollte davon ausgehen, dass die meisten Leute, die Bücher lesen, dass nicht gerade außergewöhnlich finden) und diskutieren. Ein paar nette Diskussionen über das Leben und die Welt, die aber leider nicht in einem größeren Zusammenhang miteinander stehen. Und ein paar, die überhaupt nichts mit großartigen Ideen zu tun haben. Ein durchgeknallter Buchautor, der sich nur betrinkt und die Welt vergisst kommt auch drin vor, aber sobald herauskommt, dass der Autor sie nicht mehr alle hat, scheint er eigentlich plötzlich total überflüssig zu sein. (erster blöder Kommentar: Was hat Haymitch in einem Krebsbuch zu suchen? Ehrlich, so kam mir Peter van Houten vor. Zweiter blöder Kommentar: Im Vergleich zu Peter van Houten ist Haymitch richtig sensibel) Ich hatte auf anregende Diskussionen zwischen Hazel, Augustus und Peter van Houten gehofft, aber irgendwie kam es nie dazu. In dieser Hinsicht hätte man den kompletten Teil, der in Amsterdam spielt, weglassen können. Man hätte auch in Indiana Hazel und Augustus miteinander glücklich werden lassen können; ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eine weite Reise nicht unbedingt so besonders und das Wichtige ist, sondern das Gefühl des wegseins. Es gab interessante Ideen. Es gab schöne Sprüche und Zitate. Aber leider standen sie in keinem Zusammenhang, nichts, was mich auf neue Gedanken gebracht hätte, oder mich zum weiterdenken angeregt hätte. Nicht wie Sophies Welt, wo wirklich philosophiert und nicht bloß palavert wird, wie in diesem Buch. Es gibt keinen roten Faden, nichts, das irgendwohin führt, kein Ergebnis. Am Ende wird nur noch von Gus' Sterben und Tod berichtet, aber abgesehen von der Vorbeerdigung, die wirklich noch interessant ist, geschehen keine Dinge, die noch wirklich eine großartige Bedeutung hätten, nicht für mich. Vielleicht fandet die Fans von diesem Buch viele Dinge total romatisch, dass Augustus Hazel seinen Herzenswunsch opfert, dass sie in Amsterdam essen gehen und Champagner trinken, dass sie gemeinsam picknicken... Ich fand es eher banal.
Ich verstehe außerdem nicht, was an diesem Buch witzig sein soll. Hallo Witz? Ich suche dich immer noch. Die paar witzigen Sachen haben mich nicht zum lachen gebracht.

Okay, they're not average. They read books (But an author should act on the assumption that most people reading books don't find that very extraordinary) and discuss. Some nice discussions about life and the world, that don't stand in a greater context. And some, that have nothing to do with great ideas. A manic book author appears there too, who only drinks and forgets the world, but as soon as he turns out to be crazy, he seems so wasted. (stupid comment one: What has Haymitch to do in a cancer book? Seriously, that what Peter van Houten seemed to me. stupid comment two: compared to Peter van Houten Haymitch seem really sensitive.) I had hoped of inspiring discussion between Hazel, Augustus and Peter van Houten, but somehow they never came. In this respect you could have let the whole part in Amsterdam away. You could have let Hazel and Augustus become happy in Indiana; I know of own experience, that a long journey isn't that special and the important, but the feeling of beeing away. There were interesting ideas. There were nice sayyings and quotes. But no context, nothing that gave me new ideas or let me think on. Not like Sophie's World, where they realy philosophize and not just chatter like in this book. There is no central theme, nothing that leads anywhere, no solution. In they end only Gus' dying and death are reported, but let away the prefuneral that really is interesting, nothing happens that really has a great meaning, nothing to me. Maybe the fans found many things so romantic, that Augustus sacrifices his heart's desire for Hazel, that they have that dinner in Amsterdam and drink champagne, that the picnic together... I found it banal.
Also I don't understand what in this book should be funny. Hello Joke? I'm still searching you. The few funny things didn't leave me laughing.

Noch ein Gedanke: Warum sollte sich Hazel nicht in einen wirklich gesunden Jungen verlieben? Warum sollte sie nicht sterben? Warum sollte sie nicht einen Jungen, der noch ein ganzes Leben vor sich hat, hinterlassen und ihn in Trauer stürzen? Wenn aber beide bald sterben müssen, dann ist es natürlich viel romantischer, wie bei Romeo und Julia -da Hazel auch irgendwann sterben wird. Es ist nämlich so viel hässlicher, wenn einer zurückbleibt und sich fragen muss, wie er denn weitermachen muss, wie er die Last tragen soll. Hazel wird "bald" nach dem Ende der Geschichte sterben und nicht mehr weitermachen und sich keine Fragen mehr stellen. Am Anfang haben mir beide Leid getan, weil ich gedacht habe, dass Hazel sterben wird und Augustus sich fragen muss, wie er weitermachen soll. Aber so ist es witzlos, weil keiner die Last des zurückbleibens tragen wird. Das ist unsensibel gegenüber Toten und Sterbenden, ich weiß, aber zurückbleiben ist oft härter und dauert normalerweise länger als sterben. Nur in dieser Hinsicht wäre Peter van Houten der Story vielleicht nützlich gewesen, aber es wurde nie verdeutlicht, dass es der Tod seiner Tochter war, der ihn zerstört hatte. Nicht deutlich genug. Hazel scheint es nicht wahrzunehmen und denkt nie darüber nach, was einfach enttäuschend ist.

Another thought: Why shouldn't Hazel fall in love with a really healthy boy? Why shouldn't she die? Why shouldn't she leave a boy having his whole life ahead and pitch him into mourning? But when both die, it's of course so much more romantic, like in Romeo and Juliet -since Hazel has to die too one day. It's so much uglier, when one remains and has to ask himself how to carry on, how to carry that weight. Hazel will "soon" after the end of the story die and don't carry on and ask herself no questions anymore. In the beginning I pitied both, because I though that Hazel would die and Augustus would have to ask himself how to carry on. but this way it's clueless, because no one will carry the weight of remaining. I know that's not sensitive in the face of the dying and the dead, but remaining is often even harder and usually take longer than dying. Only in respect thereof Peter van Houten could have been useful, but it was never clarified that it was his daughters death, that destroyed him. Not clearly enough. Hazel doesn't seem to recognize it and never thinks about it, which is really embarrassing

Man soll ja nichts erwarten, aber trotzdem stört es mich einfach, dass es einfach nichts Besonderes an diesem Buch gab, das mich zum singen oder tanzen verleitet hätte (im Ernst, das tun manche Bücher bei mir) Es gab viele interessante Ideen, aber sie sind nicht mteinander versponnen, nichts davon hat mich bewegt, weil es keinen Clou gab. Erst am Ende hat es mich ein wenig traurig gemacht, aber leider hatte ich wirklich das Gefühl, einer dieser Menschen zu sein, die trauern, ohne den Toten je richtig gekannt zu haben. Ich habe Augustus nicht wirklich kennengelernt. Er ist ein netter und interessanter Junge, aber ich kenne ihn immer noch nicht. Hazel hat recht. Krebsbücher sind doof. Ich meine, dieses hier ist noch nicht ganz unten durch, aber es wird meiner Meinung nach deutlich überschätzt.

You actually shouldn't expect anything, but it still bothers me, that there was nothing of this book, that lead me to singing or dancing (seriously, some books do that with me) There were many interesting ideas, but they aren't spun together, nothing moved me, because there was no clue. Only in the end it made me sad, but unfortunately I really had that feeling to be one of these people who mourn, without having known tha dead person. I never really got to know Augustus really. He's a nice and interesting boy, but  still don't know him. Hazel is right. Cancer books are stupid. I mean, this here isn't totally out of favor, but in my opinion it's clearl overrated.



P.S. Wenn ihr ein besseres Krebsbuch sucht, dann lest "Wie man unsterblich wird" von Sally Nicholls. Dieses Buch macht kein Getue darum, dass es ein Krebsbuch ist und hat mich wirklich zum Lachen und Weinen gebracht.
P.S. If you are searching for a better cancer book, read "Way to live forever" by Sally Nicholls. This book doesn't fuss about being a cancer book and it really left me laughing and crying.