Sonntag, 25. Mai 2014

0 Die Galionsfigur #8

Die Frau erlitt eine Fehlgeburt und starb, nachdem sie einen toten Jungen zur Welt gebracht hatte. So hatte sich der Wunsch des Vaters erfüllt, aber nicht in der gewünschten Weise. Als der Wirt am nächsten Morgen das Geld zählte, und dann die Vorräte und sah, das mehr ausgeschenkt worden war, als eingenommen, verprügelte er sein Töchter. Er kam zu dem Schluss, dass Töchter zu nichts Nutze waren.
Sie beerdigten die Mutter und den Jungen in stiller Trauer. Die Töchter weinten um ihre Mutter und um die Spiele, die sie nie mit ihrem Bruder spielen würden. Der Vater trauerte seinem Sohn und den Söhnen, die er hätte haben können nach. Für immer sollte es das letzte Mal sein, an dem Vater und Töchter das gleiche fühlten.

The Mother had a miscarriage and died, after she had given birth to a dead boy. So the father’s wish had come true, but not the way he had wanted. When the innkeeper counted the money and then looked at the supplies and saw, that there had been more drinks served than money taken, he beat his daughters. He arrived at the conclusion, that  daughters didn’t have any use at all.
They buried the mother and the boy mourning silently. The daughters cried for their mother and the games they would never play with their brother. The father mourned for his son and the sons he could have gotten. Forever this should be the last time when the father and his daughters felt the same.

Die folgenden Jahre wurden für die Töchter die reinste Qual. Sie standen unter Aufsicht ihres Vaters hinter der Theke. Sie mussten abwaschen, kochen, nähen und alle Arbeiten verrichten, die ihrem Vater nicht tun wollte.  Wenn sie nicht ordentlich arbeiteten, verprügelte er sie, weil er glaubte, dann würden sie besser arbeiten. Wenn sie ordentlich arbeiteten, verprügelte er sie, weil Töchter zu nichts nutze waren. Die Mädchen hatten stets blaue Flecken am ganzen Körper, geschwollene Augen und blutige Lippen sowieso. Ihr Vater forderte von ihnen bedingungslosen Gehorsam und an manchen Tagen erlaubte er ihnen keine Sekunde zu schlafen. In ihrer Familie wurden alle unglücklicher und unglücklicher. Der Vater merkte es nicht einmal und lebte in seinem Unglück, ohne einen einzigen Augenblick zu erkennen, wie sinnlos er sein Leben verbrachte. Er begann zu trinken und vertrank die Hälfte seines Biers oft schon selber. Die ältere Tochter begann ihn mehr und mehr zu hassen. Sie hasste ihr eigenes Leben und sich selbst und immer mehr wuchs der Wunsch in ihr, den eigenen Vater zu töten. Die jüngere Tochter dagegen verbrachte jede freie Minute am Meer. Sie betrachtete die Sonnenuntergänge und die Schiffe, wenn sie mit geblähten Segeln in voller Fahrt auf den Horizont zufuhren. Sie sah die Galionsfiguren, die vorne am Bug der Schiffe standen, frei und hoch über allem, die keiner je belästigte, die keiner je schlug. Die schön waren und nur von Wind und Wellen je berührt wurden. Und sie begann sie zu beneiden. Sie wäre lieber eine Galionsfigur gewesen, ein tote, aber unverletzliche Figur, die zwar fest am Schiff angebracht, aber viel freier als die Tochter eines Wirtes war.

The following years were pure torture for the daughters. They worked under survey of their father in the inn. They had to wash the dishes, cook, sew and all work their father didn’t want to do. When they didn’t work properly, he beat them, because he believed, they would work better then. When they worked properly, he beat them, because daughters had no use at all. The girls had bruises on their whole body, swollen eyes and bloody lips anyway. Their father demanded their absolute obedience and some days he didn’t allow them to sleep a second. In their family everybody became more and more unhappy. The father didn’t even recognize it and lived in his unhappiness, without ever recognizing at any moment, how clueless he spent his life. He began to drink and drank half of his own beer already away by himself. The older daughter began to hate him more and more. She hated her own life and herself and more and more in her the wish became stronger, to kill her own father. The younger daughter spent every free minute at the sea. She watched the sunsets and the ships, when they speeded with swollen sails against the horizon. She saw the figureheads, standing in front of the ships at the bows, free and high above everything, which nobody ever disturbed and nobody ever beat. Which were beautiful and only the wind and the waves ever touched them. She would rather have been a figurehead, a dead, but invulnerable figure, maybe fixed at the ship, but much more free than the daughter of an innkeeper.

Die Schwestern selber lebten beide ja auch schon alle nicht mehr wirklich. Sie waren zu Werkzeugen ihres Vaters geworden, die meistens, wenn sie arbeiteten, nicht einmal mehr nachdachten. Sie waren gefangen und hatten nichts, mit dem sie ihre unsichtbaren Fesseln durchtrennen konnten. Nein, sie lebten nicht mehr, sie existierten nur noch. Aber hatten sie Sehnsucht in sich. Gerade die elendsten Menschen haben sie. Menschen haben Sehnsucht und Träume. Menschen brauchen Liebe. Sie wussten, wenn sie sich nicht befreien würde, würden sie eines Tages ohne Liebe und Träume zugrunde gehen, auch wenn sie es selber nie in Worte fassen konnten.

The sisters actually didn’t live anymore either. They had become tools of their father, don’t even thinking when they worked. They were prisoners and didn’t have anything to cut their invisible chains. No, they didn’t live anymore, they just existed. But there was desire in them. Especially the most miserable people have it. People have desire and dreams. People need love. They knew, if they couldn’t free their selves, one day they would suffer without love and dreams, even though they could never put it into words.

Mittwoch, 21. Mai 2014

0 Die Feuerfeen /The Firefairies

Feuerfeen sind die Feinde der Stadt Skyness. Ursprünglich herrschte zwischen Skyness und den Feuerfeen Frieden, doch eines Tages brach Faeryn, die Königin der Feuerfeen einen Krieg vom Zaun, vorgeblich weil man sie angeblich beleidigt hatte, tatsächlich aber weil sie Aussicht auf die Ausdehnung ihres Reiches über den gesamten Kontinent hatte.
Schuld war im Prinzip die Tatsache, dass sie von den östlichen Bergriesen eine Waffe erhalten sollte, nämlich den Steinernen Hammer, mit dem sich angeblich ganze Landstriche in Schutt und Asche verwandeln lassen. Dadurch glaubte sie, sie könnte den Kontinent erobern und darum begann Faeryn den Krieg, der bis heute andauert.
Windpfeil muss in meiner ursprünglichen Geschichte zu Faeryn reisen, erfüllt ihren diplomatischen Auftrag und kann einen Krieg verhindern, aber damals musste ich die Geschichte auf exakt drei Seiten beschränken. Der reinste Horror für mich, denn ich schreibe normalerweise viel längere Geschichten. Inzwischen nimmt Faeryn Windpfeil wahrscheinlich gefangen.

Feuerfeen sind wie Sylphen flugfähig, aber sie haben feuerrote Flügel und sind definitiv undurchsichtig und aus Fleisch und Blut. Sie haben dunkle Haare, dunkle Haut und dunkle Haut und sind Kriegerinnen. Ihre Waffe ist der Bogen, mit dem sie aus der Luft auf ihre Feinde herabschießen. Nicht alle Feuerfeen kämpfen auf der Seite der Königin und nicht alle sind einverstanden, aber bei den Feuerfeen gilt es als Schande, die Treue zur Königin nicht zu halten. Sie sind ein wildes ungezähmtes Volk, Wesen, die leben, auf eine ungezügelte Art, immer gefährlich, immer am Abgrund und immer um das Leben in vollen Zügen zu genießen.


Firefairies are the enemies of the city Skyness. Originally there was peace between Skyness and the firefairies, but one day Faeryn, the queen of the firefairies started a war, allegedly because somebody had insulted her, but actually because she had the perspective to spread her empire over the whole continent.
To be blamed is the fact, that she had the chance to get a weapon from the Eastern Mountain Giants, the lithic hammer, which was able to reduce a whole landscape to ashes. So she believed, she could conquer the continent, and so Faeryn began the war, that lasts until today.
Windbolt has to travel to Faeryn in in my original story, finishs here diplomatic mission and is able to prevent a war, but then I had to limit my story on exactly three pages. Pure horror for me, since I usually write much longer stories. Now probably Faeryn imprisons Windbolt.

Firefairies are just like windsprites able to fly, but they have wings as red a fire and they are definitely intransparent and made of flesh and blood. They have dark hair, dark skin and they are warriors. Their weapon is the bow, with which they shoot down from the sky on their enemies. Not all firefairies fight for their queen and not all firefairies agree to the war, but for firefairies it's a shame if she doesn't remain loyal to her queen. They are a wild, untamed nation, beeings, who live, in a unreined kind, always dangerous, always upon the ledge and always to enjoy life to the full.

Sie sind ein matriarchalisches Volk und Frauen haben das Sagen, auch wenn Krieger hochgeschätzt sind. Männer, die keiner Krieger sind, werden von den meisten Feuerfeen eher verachtet, auch wenn sie wichtige Arbeiten verrichten, aber wie das eben so ist, werden immer jene verachtet, die am meisten Respekt verdient hätten. Von klein auf werden die Kinder für den Krieg trainiert. Wer sich nicht als fähig für den Kampf erweist, wird nicht selten von seiner eigenen Familie verstoßen, denn viele alte Kriegerfamilien legen mehr wert auf ihren Ruft. Bei einem Mädchen wird noch akzeptiert, wenn sie sich entscheidet, Sprachen oder Wissenschaften zu studieren, statt kämpfen zu lernen, doch für einen Jungen ist es unmöglich, etwas anderes als Krieger zu werden, ohne Schande über sich zu bringen.
Männer haben im Gegensatz zu Frauen keine Flügel und keine Macht über das Feuer, sodass sie meist als Fußsoldaten mit Speer und Schild kämpfen, während die Frauen aus der Luft brennende Pfeile auf ihre Feinde herabschießen. Viele vermuten, dass die Macht der Frauen über das Feuer der Hauptgrund dafür ist, dass sie über die Männer herrschen und nicht umgekehrt.
Die Königin der Feuerfeen ist immer eine Kriegerin, darum erbt nicht die älteste Tochter den Thron. Bei den Feuerfeen müssen nach dem Tod der alten Königin alle Töchter der nächsten Generation -auch die Nichten der alten Königin, das können nur die Töchter der Brüder der alten Königin sein -in einem Kampf um Leben und Tod bestehen, um ihr Leben und den Thron zu erkämpfen. Wenn sich also die Tochter einer Königin jemals entscheidet, nicht kämpfen zu lernen, wird sie spätesten dann ihr Entscheidung bereuen. Dies wird als die große Feuerprüfung bezeichnet, im Unterschied zur kleinen Feuerprüfung, die alle Krieger in ihrem Leben bestehen müssen, um Krieger werden zu können. So wurde auch Faeryn Königin der Feuerfeen, obwohl sie nur eine Nichte der Königin vor ihr war.


They are a matriarchic nation and women rule, even though warriors are highly appreciated. Men, who are no warriors are disdained by most firefaires, although they do important work, but as usual always those are disdained, who have deserved most of all respect. From an early age on children are trained for war. Who doesn't prove to be a warrior is not infrequently expulsed by hs own family, because many old warrior families set value on their image. A girl that wants to study languages or sciences instead of fighting is accepted, but for a boy it is impossible to become anything else but a warrior without bringen shame on himself.
In contrast to women, men have no wings and no power of fire, so they are usually foot soldiers fighting with shield and speer while the women shoot the burning arrowa from the sky on their enemyies. Many suspect that the power of fire of the women is the reason why they rule the men and not the other way round.
The queen of the firefairies is always a warrior, so not the oldest daughter inherits the throne. All daughters of the next generation -also the nieces of the old queen, these are always the daughters of the old queen's brothers -have to fight to death, to win their life and their throne. If a daughter of a queen ever decides to not become a warrior, not later than to this she will regret this decision. This is called the big fire test, different to the small fire that all warriors have to pass, to become warriors. That way Faeryn became queen, even though she was only the niece of the queen before her.

Die Lebensweise der Feuerfeen ist immer entweder brutal oder gefährlich. In jungen Jahren gehen junge Feuerfeen oft auf die Reise, um sich als Söldner irgendwo anheuern zu lassen, auf der Suche nach Abenteuern und Gefahren. Die Krieger der Feuerfeen schlafen unter freiem Himmel auf den Dächern ihrer Städte, während die Sklaven und jene, die die Schande über sich brachten, die Feuerprüfung nicht zu bestehen, unten in den Häusern leben. Feenjungen machen sich einen Spaß daraus, über die Dächer der Stadt zu springen, von Dach zu Dach. Das hin und wieder einer stirbt, gehört für sie dazu. Für die Mädchen bietet das natürlich keinen Reiz, weil sie fliegen können, also fliegen sie oft um die Wette auf die Steppe hinaus, um wilde Tiere zu jagen. Wer bei den Feuerfeen eine mindere Straftat begeht, wird versklavt, wer eine schlimme Straftat begeht, wird mit dem Tod bestraft. Es kommt selten vor, dass man bei den Feuerfeen für ein Vergehen nicht bestraft wird.

Da es für die Feuerfeen unmöglich wäre, ihre Volk zu ernähren, wenn sie nur aus Kriegern bestünde, halten die Feuerfeen Sklaven. Ursprünglich, in den Zeiten, als die Feuerfeen ein jagendes, umherziehendes Volk waren, waren dies die Verbrecher, die man zu Sklaven machte, denn viele Sklaven benötigten die Feuerfeen nicht. Dann begannen die Feuerfeen Städte zu errichten, doch sie waren keine Bauern und keine Hirten, keine Händler, die wussten, wie man eine Stadt am Leben erhielt, also versklavten sie andere Völker, um ein Volk von Kriegern zu bleiben. Menschenvölker, die sehr viele Fertigkeiten hatten, aber nicht die Macht über das Feuer, wie es weibliche Feuerfeen besitzen und die den Feuerfeen darum unterlagen. Diese Menschen wurden so die Miniori, das Volk der Diener. Im Krieg der Feuerfeen gegen Skyness wurden schließlich auch viele freie Wesen versklavt, Sylphen, Menschen, Alben und Riesen von den nördlichen Inseln.
 Der Krieg war allerdings so schrecklich, dass sich viele Krieger von der Königin abwandten und begannen aufseiten von Skyness zu kämpfen, weil sie erkannten, wie blindwütig Faeryn den Krieg am Laufen hielt. Andere gründeten eine Gemeinschaft des Frieden, der dem Krieg endgültig entsagte und nur noch zur Selbstverteidigung und ohne Waffen kämpfte.


The life of the firefairies is alway brutal or dangerous. In their younger days young firefairies often go on a journey, to become sellswords for somebody, seeking adventures and dangers. The warriors of the firefairies sleep in the open on the roofs of theor houses, while the slaves and those who brought shame on theirselves by not passing the fire test, live downstairs in the houses. Fairy boys have fun jumping over the roofs of the city, from roof to roof. That once in a time one of them dies is part of it. For the girls it doesn't have much of fun, since they can fly, so they fly racing to the steppe, to hunt wild animals. Who commits a petty crime amongst the firefairies, is enslaved, who commits an crime is punished with death. It rarely happens, that a crime isn't punished.

Since it would be impossible for the firefairies to feed their nation, if it only consistedof warriors, the firefairies have slaves. Originally, in the times when the firefairies were hunting and itinerant people, it was their criminals they made their slaves, since they didn't need many slaves. Then the firefairies began to build cities, but they weren't farmers and shepherd, no merchants who knew how to keep a city alive, so they enslaved other people to remain a nation of warriors. People of humankind who had a lot of skills, but not the power of fire like the female firefairies have and so they underlay. These people became the Minior, the people of servants. In the war of the firefairies against  Skyness finally many free beeings were enslaved, windsprites, humans, nightmares and giants from the northern islands.

The war was so horrible, that many warriors abandoned the queen and began to fight for Skyness, because the realized, how berserk Faeryn drove the war. Others started a community that finished up with war completely and only fightet for defence and without weapons.

2 "Der Name der Rose" /"The Name Of The Rose" -Umberto Eco

 Ich muss euch etwas beichten. Es ist wichtig, denn es hat mit einem Buch zu tun, und Bücher sind, wie ihr alle wisst, wichtig. Sehr wichtig. So. Also. Es fällt mir schwer es auszusprechen, denn es ist so... ach, ich sag's einfach: Ich führe Selbstgespräche mit Adson von Melk. Ja, Adson, aus "Der Name der Rose". Tolles Buch, toller Film. Ja, denke manche jetzt vielleicht, tue ich doch auch mit Buchfiguren. Ja, denkste. Nicht auf Latein. Haltet mich jetzt bitte für verrückt, denn ich bin ein dringender Fall für den Psychiater und brauche schleunigst Hilfe. Dieses Buch könnte mich dazu verleiten, zum ersten Mal in meinem Leben böse zu werden und eine Buch, das ich ausgeliehen habe, nicht zurückzugeben. Es gehört zu den Büchern, bei denen man weiß, dass man sie unbedingt wieder und wieder lesen will und es macht richtig süchtig (Zumindest, wenn schon vorher die gleichen Bedingungen herrschen wie bei mir, nämlich Buchsucht, Latinitis und leichte Verrücktheit, so, dass selbst die besten Freunde sagen, dass man seltsam ist -ehrlich Freunde dürfen das) Und das ist ein Fall für meine wiederundwieder Leseliste, von Büchern, die ich immer wieder lesen kann, ohne dass sie schlechter werden, weil sie einfach so einen Hauch von Universalität haben. Manche Bücher sind spannend und toll, aber nur Einwegbücher -so einen Fall hatte ich neulich, davon werdet ihr noch hören -aber andere kann man öfters lesen.

I have to confess something. It's important, because it has to do with books, and as you know, books are important. Very important. So. Well. It's difficult for me to say it and... let me tell you right now: I'm monologizing to Adson from Melk. Yes, Adson from "The Name Of The Rose". Great Book, great movie. Yeah, some might think, I also do that with book charakters. You wish! Not in Latin. Think I'm crazy, I'm a urgent case for the psychiatrist and I need right away help. This book might drive me to become evil for the first time in my life and to keep a book that I've lent for myself. It belongs to those books, where you know, that you want to read them again and again and it's really addicting (At least, when there are the same condition like in me, as a book addiction, latinitis, and a bit of craziness, so even your friends tell that you're crazy -honest friends are allowed to do that)
And this is a case for my readagainandagain list of book I could read again and again, without them to get worse, because they have this hit of catholicity. Many books are great and thrilling, but only one-way books -I had such a case lately, you'll hear about it -but others can be reread often.

Und, was glaubt ihr wie ich dieses Buch fand? War es...
a) Absolut mies (Alle, die gerade ja gedacht haben, bitte zur Sprechstunde beim Fellmonsterchen melden) oder b)...
Ja. Ihr habt es erraten.  Einfach dumm, dass es nicht mir gehört. Kennt ihr auch dieses Gefühl? Ihr habt ein tolles Buch gelesen und es gehört euch nicht? Ja, so geht's mir gerade.

So, what did you think, what I thought about this book? Was it
a) Absolutely worse (everybody who though yes may go to the surgery hour with Fellmonsterchen)
or b)
Yes. You got it. What a pity that it's not mine. Do you know that feeling? You've read a great book and it doesn't belong to you? That how I feel now.

Es ist verstörend, wenn man an all das denkt, was in dem Buch passiert, das traurige Ende und die Umstände einer Zeit, in der ich wahrscheinlich in Nullkommnix verbrannt worden wäre. Alles so schön beeindruckend, weil es nicht darauf ansetzt, eine tolle Geschichte zu erzählen, bei der man selber gerne beteiligt wäre -ich würde gerne einmal die Orte sehen, an denen die Geschichte spielt, aber niemals würde ich die Handlung erleben wollen -und wenn wir ehrlich sind, dann sind die meisten Bücher in letzter Zeit eben darauf ausgelegt, dem Leser zu gefallen und eine aufregende Geschichte zu erzählen, nicht dass ich solche Bücher nicht gerne lese, aber es ist doch irgendwie erfrischend, ein Buch zu lesen, das irgendwie nicht so simpel und trotzdem leicht zu lesen. Einfach nur eine historischer Roman, ein Krimi, eine Liebesgeschichte, ein Entwicklungsroman? Ein weiteres Thema zu dem Buch, das man breittreten könnte. Ich kann eigentlich nicht viel zu diesem Buch schreiben, außer dass ich es mag, denn ich habe nicht viel auszusetzen.
 Alles, was mich gestört hat ist der Zeit geschuldet, in der Buch spielt und nicht dem Buch selbst und ich finde es toll, wie Umberto Eco sich eisern daran hält. Ich finde es schade, dass so viele historische Romane heutzutage nicht mehr realistisch über die Vergangenheit erzählen. Jedenfalls sollten sie sich dann nicht mehr als historisch bezeichnen. Ja, und ob man das hier noch als Rezension oder nicht doch als Liebeserklärung bezeichnen sollte, weiß ich auch nicht. Flüssiger Schreibstil, gute, nachvollziehbare Figuren, eine logische Handlung -dass man dass überhaupt nennen muss, denn eigentlich sollte das eher eine Vorraussetzung sein... wie auch immer, fünf Delphine.

It's bothering, when you think of all that happenings in the book, the sad end, circumstances of a time, in which I would have been burnt at the stake in no time at all. Everything is impressing, because it doesn't want to tell a great story you would liked to experience yourself -I would love to see the places of the story, but never wanted to experience the happenings in this place -and if we're honest, most book lately are written to entertain, not that I don't lie to read such books, but still it's delightful to read a book that somehow isn't simple, but still easy to read. Just a historical novel, a detective story, a love story, a coming-of-age novel? Anothe topic you could expatiate upon. I actually can't write much about this book, except that I like it, since I don't have much to submit.
Everything that disturbed me was due to the time the book is set in and not the book itself I think it's great how Umberto Eco keeps grimly to it. It's a pity how so many historical novels nowadays don't tell realisticly about the past. At least the shouldn't call themselves historical then. Yes, and if you shouldn't call this a Review, but a declaration of love, I don't know. A fluent writing style, comprehensible charakters, a logical plot -that this has to be ever mentioned...
however, five dolphins.


Dienstag, 20. Mai 2014

3 Gemeinsam Lesen /Reading Together

  Gemeinsam Lesen, veranstaltet von Asaviel

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? /Which book are you reading and on which page are you?

Naja, Artemis Fowl von Eoin Colfer, aber eigentlich habe ich es durch, aber es ist das letzte, das ich gelesen habe. Ich bin also auf Seite 340. Kein Wunder, dass ich das Buch so schnell durchhab. ;)


Well, Artemis Fowl by Eoin Colfer, but actually I've already got it through, but it's the last I've read. So I'm on page 340. Not a big surprize, that I got it through so fast ;)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Nun, da sie den Fall studiert haben, dürfte ihnen klar geworden sein, was für eine gefährliche Kreatur dieser Fowl ist." 
(Tja, ihr wollt wissen warum? Dann müsst ihr wohl das Buch lesen :)
"Now, that you have studied this case you may have realized, what a dangerous creature that Fowl is." *
(You want to know why? Then read the book ;)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? /What do you want to get rid about your book?

Hmm, das Buch ist stellenweise etwas langweilig und ich glaube viele Szenen wären in einem Film viel besser rübergekommen. Aber die Idee des Buchs gefällt mir total gut. Vor allem weil damit die üblichen Vorstellungen von Feen auf die Schippe genommen.

The book is partly a bit boring and I think a lot of scenes would have been way better in a movie. But I like the idea of the book. Especially because the usual ideas of fairies are turned all topsy-turvy.

4. Mit welchen Schauspielern würdest du die Hauptcharaktere deines aktuellen Buches besetzen, wenn es verfilmt werden würde? /With which actors would you give the roles of the main charakters, if it was picturized?

Es gibt eigentlich nie einen Schauspieler, der meinen Vorstellungen von der Figur entspricht. Also fällt mir auch keiner ein, es gibt da die Figuren in meinem Kopf, die so sind wie sie sind, aber es gibt einfach keine geeigneten Schauspieler für meine Fantasien. Ich habe zwar erwähnt, dass es als Film besser gekommen wäre, aber trotzdem kann ich mir keinen Schauspieler vorstellen, der meinen Erwartungen an die Figuren entspricht. Bei Filmen, die ich öfters sehe, gewöhnt ich mich ein bisschen dran, aber ich hatte zum Beispiel bei "The Hungers Games" immer eine andere Katniss im Kopf, als Jennifer Lawrence, auch wenn sie das wirklich gut macht und  es wenigsten nicht so schlimm wie bei vielen anderen Verfilmungen ist. Wenn ich der Regisseur wäre, würde ich eher nach unbekannten Schauspielern suchen, damit die Figur nicht vom Schauspieler überlagert wird.


There's never an actor, that resembles my imagination of the charakter. So I don't know anyone, there are the charakters in my head, and the are like they are, but there are no fitting actors for my imagination. I actually have mentioned that it would have been better as a movie, but still I can't imagine any actor, that can comply with my expectancies to the charakters. In movies I watch a lot, I can acclimatize to it a bit, but I had, for example in "Th Hunger Games always another Katniss in my head than Jennifer Lawrence, even she's really good and it's at least not as as worse as in other adaptations. If I was the director, I would look for unknown actors, so that the charakter won't be overlain by the actor.

*I translated it myself, but I may not be the same as the original sentence

Sonntag, 18. Mai 2014

0 Die lateinischen Lesemeisterschaften /The Latinian Reading Championships

In Lateinien gibt es ein Kloster im tiefen Wald auf den Bergen, mit einer geheimen Baumhausbibliothek am Bergeshang. Dieses geheimnisvolle Kloster namens Skrypta ist bekannt für seine Ruhe, seine Abschottung von der Welt und dafür, dass die Schwestern und Brüder (In Einigkeit, dass Bücher die wichtigsten Dinge im Universum sind) sich hauptsächlich zwei Dingen widmen:
  1. Lesen
  2. Schreiben
In Latinia there is an monastery in the deep forest on the mountains, with a secret treehouse library at the mountainside. This mysterious monastery called Scrypta is known for its peace, its foreclosure from the world and therefor that the sisters and brothers (in agreement, that books are the most important thing in thiis universe) mainly spend time on two things:
  1. Reading
  2. Writing


Aber einmal im Jahr geschieht etwas Unglaubliches: Plötzlich erwacht das beschauliche, ruhige und kontemplative Kloster zum Leben. Es ist der Ort, wo die lateinische Lesemeisterschaften stattfinden! Plötzlich wird die stille Wiese, auf der nur ab und zu Schwestern und Brüder beim Lesen (und zugegeben auch bei Beschäftigungen sehr viel weltlicherer und körperlicherer Art ;)  aufzufinden sind, zum Turniersplatz, zur Arena, zu einem bunten Karneval. Die Herberge von Taldorf ist um diese Zeit meist voll ausgebucht und im Tal (einem Nebental des nichtexistenten Tals) breitet sich eine Zeltstadt aus, die sich vom einen Ende des Tals bis zum anderen erstreckt. Plötzlich wird auf der Wiese Zuckerwatte verkauft, Fahrgeschäfte werden für ein Woche aus dem Boden gestampft, es gibt Getränke und festliches Essen. Es ist wie ein Oktoberfest und in dem ganzen Trubel vergisst man gerne, worum es eigentlich geht:

But once in a year, something incredible happens: Suddenly the contemplative, calm and silent monastery awakes. It's the place where the Latinian Reading Championships take place! Suddenly the quiet meadow on which usually only sometimes sisters and brothers are discovered reading (or, to admit, also activities of a more wordly and physical charakter ;) becomes a tiltyard, an arena, a colorful carnival. The inn of Dellville is at that time usually fully booked and in the valley (a secondary valley of the non-existent valley) a city of tent spreads all around from one end of the valley to the other. Suddenly on the meadow candy cotton is sold, fun rides are built for a week, there are drinks and festive food. It's like an Oktoberfest and in all that confusion one might forget why all this is for:

Die lateinischen Lesemeisterschaften. Hoch oben auf dem Berg, im Klosterhof, wo sonst nur Ruhe herrscht, werden um diese Zeit große Holztribünen aufgestellt, um Platz für die vielen tausend Zuschauer zu bieten, die Jahr für Jahr herströmen, um sowohl die Brüder und Schwestern der Skrypta als auch viele andere erfahrene Meisterleser bei ihrem Wettkampf um die begehrteste Trophäe Lateiniens abzuräumen: Den Lateinischen Buchlesepokal. Begehrt deshalb, weil zum einen der Pokal von oben bis unten mit Büchern gefüllt ist, zum anderen, weil Lesen einer der Nationalsportarten Lateiniens ist und mit dem Pokal winken dem Sieger nicht nur Bücher sondern auch Ruhm und Reichtum. Ein Fussballspieler ist in Lateinien wenig wert, dagegen werden Lesemeister hochgeschätzt, selbst in den außergewöhnlichsten Disziplinen.

The Latinian Reading Championships. High up on the mountain in the monastery yard where at other times there is only silence, in this time big wooden tribunes are built, to give the thousand of visitors a seat, who pour in annually, to watch the brothers and sisters of the Scrypta as well as many other experienced master readers in their competition to win the most conveted cup in all of Latinias: The Latinian Bookreading Cup. Conveted, on the one hand because the cup is filled with books, on the other because reading is one of the national sports in Latinia and with the cup the winner earns not only books but fame and riches. A soccer player isn't worth much in Latinia, but a reading master is esteemed, even in the most unusual disciplines.

Um ins Finale zu kommen muss man die Disziplinen "Lesen kopfüber, egal wie", "Lesen auf einem Bein direkt am Abgrund" und "Lesen unter Wasser" -mit einem wasserfesten Buch -alle bestehen um schließlich zu der Königsdisziplin anzutreten: Hochgeschwindigkeitslesen bei Tempo 140. Dabei geht es darum, bei mindestens Tempo 140 in kürzester Zeit möglichst viele Bücher zu lesen. Die Wettbewerber werden dabei stets von Telepathen überwacht, die prüfen, ob man denn wirklich liest und nicht nur schummelt und die Seiten bloß umblättert. Kurze gedankliche Abschweifungen kommen auch vor und bringen den Wettbewerbern Punktabzüge in der Wertung. Da die Telepathen aber bereits in der Vorrunde sich als Schiedsrichter betätigen, kommen Schummler in der Regel nicht durch die Qualifikation. Die Schiedsrichter sind absolut unbestechlich, denn erst vor dem Wettbewerb wird ausgelost, welcher Schiedsrichter über welches Match entscheidet, und somit kann niemand wissen, wen er bestechen soll. Außerdem müssen die Schiedsrichter nach der Auslosung die Zeit bis zum Match in einer abgeschlossenen Kabine verbringen, um wirklich zu garantieren.

To rich the finale one has to pass the disciplines "reading headlong in any way", "reading by standing on one leg at the ledge" and "reading underwater" -with a water-proof book -all, to finally compete in the supreme discipline: high-speed reading at pace 88. There it's about reading at pace 88 as much books as possible in a short time. The competitors are always controled by telepaths who check, whether one really reads and not just cheat and turn the pages. Short mental meanderings also happens and bring the competitors a deduction of points. Since the telepaths are already there in the preliminary the cheaters usually don't get through the qualification. The judges are absolutely incorruptible because not before the competition has started the judges are chosen for a match by lot, so nobody know, who he has to corrupt. Also the judges have to spend the time before the match in a locked cabin, to really guarantee.

Die meisten Lesemeister werden hart für den Wettkampf trainiert und nur wer hochkonzentriert ist, ist in der Lage den Wettkampf in dieser Geschwindigkeit überhaupt zu bestehen. Es kommt sehr selten vor, dass jemand bei den Lesemeisterschaften stirbt, aber die Gefahr besteht dennoch. Ein Lesemeister kann auch im späteren Leben noch einer werden, aber in der Regel werden Junge Schwestern und Brüder in Skrypta schon sehr früh auf die Meisterschaften vorbereitet. Nicht alle Skryptaner nehmen in ihrem Leben an den Meisterschaften teil, aber alle von ihnen müssen das Lesen als Kunst perfektionieren, weshalb die Meisterschaften trotz vereinzelter Proteste zu Recht in Skrypta veranstaltet werden. Tatsächlich sind auch viele Teilnehmer der Lesemeisterschaften Nicht-Skryptaner und das Verhältnis von Siegern zwischen Skryptanern und Nicht-Skryptanern ist recht ausgeglichen. Es gibt viele Wanderlesemeister die unterwegs, oder in einsamen Berghütten, in der Stadt und an anderen Orten außerhalb von Skrypta Schülern die hohe Kunst des Lesens zu lehren -denn es gibt das einfach, gewöhnliche Lesen, das man in der Schule lernt, aber daneben noch eine hohe Kunst, eine Sportart, die nicht jeder beherrschen kann. Telepathen sind von den Meisterschaften ausgeschlossen, da sie als einzige in der Lage sind, die Schiedsrichter zu überlisten.

Most reading masters are trained hard for the competition and only who is highly concentrated is able to stand it at this pace. It doesn't happen often that somebody dies at the reading championships, but the dangers still remains. A reading master can also become one in his later life, but usually the young sisters and brothers are prepared for the competitions very early. Not all Scryptians take part at the championships in their life, but all of them have to bring reading as an art to perfection so the reading competitions are in spite of single protests justified in Scrypta. Actually a lot of competitors are Non-Scryptians and the proportions of winners between Scryptians and Non-Scryptians are quite balanced. There are a lot of wandering reading masters who teach students on the way or in lonely mountain cabins, in the city or at other places beyond Scrypta the high art of reading -because there is the normal, ordinary reading, learned at school but besides there is a high art, a spot, that not everybody can master. Telepaths are barred from the championships, since they are the only ones able to fool the judges.

Die Dorfbewohner von Taldorf sind bodenständige und damit auch etwas misstrauische Menschen, die sich Jahr für Jahr immer darüber beklagen, Taldorf werde durch die vielen bunten Zelte verschandelt, dabei ist wohl die steigende Kriminalitätsrate wohl das größere Problem, denn Liktor Rufus, der in Taldorf stationiert ist, war jährlich heillos damit überfordert, die vielen Missverständniss und tatsächlichen Verbrechen aufzuklären, sodass er inzwischen jährlich seinen Urlaub in diese Zeit verlegt, was die Probleme selbstverständlich nicht löst. So verriegeln die Bewohner von Taldorf zur Zeit der Lesemeisterschaften immer alle Fensterläden, um jeglichen Diebstahl zu verhindern. Unordnung und Chaos sind sowieso an der Tagesordnung und wer ein sicheres Quartier sucht, findet es nicht in der Dorfherberge von Taldorf sondern hinter den Mauern von Skrypta, sofern man rechtzeitig ankommt und noch ein Zimmer frei ist, das nicht von den Teilnehmern der Lesemeisterschaften belegt ist.

The villagers of Dellville are grounded and so also a little bit mistrustful, complaining every year, Dellville was disfigured by the colorful tents, whereas the increasing crime rate might be the bigger problem, since lictor Rufus, based in Dellville was year in and year out is overcharged at illuminating all the mistakes and actual crimes, so every year he goes on holiday in this time, which of course doesn't solve the problem. So the villagers in Dellville every year lock their shutters to prevent thefts. Confusion and chaos appear anyway on the agenda and anybody searching safe quarters doesn't find it in the old inn of Dellville but behind the wall of scrypta, provided that he arrives early and there is still a vacancy, still not occupied by the participants of the Reading Championships.

0 Lieblingszitate aus "Tschick"/ Best quotes from "Tschick" (This book isn't available in English)



Okay, dieses Buch bekommt von mir gleich viereinhalb Delphine. Es war toll und so, aber es ist irgendwie Handlungstechnisch und von der Idee her nicht besonders kompliziert. Das Buch war eben so eine Ausreißergeschichte und das Schöne lag immer eher in den Details und in der Erzählweise. Die Geschichte hat inhaltlich keine große Handlung, es sind zwei Jungs die mit einem geknackten Lada durch die Provinz fahren und dabei allerhand erleben, aber nichts, was irgendwie eine komplizierte Verwicklung darstellen würde, sondern einfach eine Beschreibung von etwas, das man liebend gerne selber machen würde, aber sich nie trauen würde. Also gibt es hier einfach die volle Ladung meiner Lieblingszitate:

Okay, this book already gets four and a half dolphins. It was great and all, but it somehow has no complicated plot and no complicated idea. The book was however a runaway story and the nice things were rather in the details and the style. The story has no big plot, it's two boys  driving through the country with a cracked car and live to see a lot of things, but nothing that shows a complicated entanglement, but a description about something, you wouldlove to do yourself, but you would never try. So here simply the whole load of my favorite quotes:




"Das Glück, stellt sich später raus, heißt Valium. Es wird mit großen Spritzen verteilt."
"The happiness turned later out to be called valium. They deal it out with big syringes."

"Erst hieß ich Maik, dann Maiki, dann Maikipaiki, wo ich schon dachte: Alter Finne. Aber das war noch nicht das Ende. Dann hieß ich Michael Schuhmacher, dann Attila der Hunnenkönig, dann Schweinemörder und zuletzt sogar der kranke Hase. Allein deshalb würde ich  am liebsten noch ein Jahr in diesem Krankenhaus bleiben"
"First I was Maik, then Maiki, then Maikipaiki, when I already began to think: What the heck. But that wasn't the end. Then I was Michael Schuhmacher, then Atila the Hun, then the pig murderer and at last even the ill bunny. Just because of that I could stay another year in this hospital."

"Der Arzt ist weniger unterhaltsam. "Das ist nur ein Stück Fleisch" sagt er, "Muskel", sagt er, "Ist nicht schlimm, das wächst nach. Bleibt vielleicht 'ne kleine Delle oder Narbe", sagt er, "Das sieht sexy aus" und das sagt er jeden Tag. Jeden Tag guckt er sich den Verband an und erzählt genau das Gleiche, dass da 'ne Narbe bleibt, dass das nicht schlimm ist, dass das später mal aussieht, als wär ich im Krieg gewesen. "Als wärst du im Krieg gewesen, junger Mann, da stehen die Frauen drauf.", sagt er, und es soll wohl irgendwie tiefsinnig sein, aber ich versteh den Tiefsinn nicht, und dann zwinkert er mich an, und meistens zwinker ich zurück, obwohl ich's nicht verstehe. Schließlich hat der Mann mir geholfen, da helfe ich ihm auch."
 "The doctor is less entertainung. "That's just a piece of meat" he says, "muscle", he says, "Not that worse, that grows again. Maybe a small dent or a scar", he says, "Looks sexy" and he says that every day. Every day he looks at the mull and tells exactly the same, that there will remain some scar, that that's not worse and that it'll look like I'd been at war. "As if you had been at war, young man, the ladies are into such." he says, and it should be somehow deep-minded, but can't understand the profoundness, and then he blinks at me and usually I blink back, even if I don't understand. At least the man helped me, so why don't help him too."

"Jeder in der Klinik hatte nämlich auch einen Pappkarton in seinem Zimmer. Der hing knapp unter der Decke, mit der Öffnung nach oben, und in diesen Karton musste man immer Zettel reinwerfen wie in einen Basketballkorb. Zettel, auf die man vorher seine Sehnsüchte, Wünsche, Vorsätze, Gebete oder was geschrieben hatte. [...] Und weil dieser Kartons so wichtig waren, musste man denen  auch einen Namen geben. Der wurde mit Filzstift auf den Karton geschrieben, und dann hatte praktisch jeder Alki einen Karton auf seinem Zimmer, hängen, der "Gott" hieß. Weil, die meisten haben ihren Karton Gott genannt. [...] Man durfte ihn ab nennen wie man wollte. Eine ältere Frau hat ihn "Osiris" genannt und jemand anders "Großer Geist"
Der Karton meiner Mutter hieß "Karl-Heinz"
 "Everbody in that rehab center had a cardboard box in his room. Then it was hanging right under the ceiling with the opening up, and in this box you always had to through chits of paper like in a basket for basketball. Chits, were you'd written your desires, wished, guilts, prayers or whatnot. [...] And because these boxes were so important, you had to give it a name. Then you had to write it with a marker on the box, and then virtually every alcoholic had a box hanging in his room called "God". Because, most of them called their box God. [...] If you wanted, you could also give it another name. And older lady called it "Osiris" and somebody else "Great Spirit"   
My mother called her box "Karl-Heinz"

"Die größten Langweiler und Asis waren nicht eingeladen, Russen, Nazis und Idioten. Und ich musste nicht lange überlegen, was ich in Tatjanas Augen wahrscheinlich war. Weil, ich war ja weder Russe noch Nazi."
"The biggest drags and asbos weren't invited, Russians, nazis and idiots. And I hadn't think twice what I was in Tatjanas eyes. Because, you know, I was neither Russian nor a nazi."

"[...] wenn meine Eltern dabei sind, ist es auch für mich kein Problem. Aber allein mit der Vietnamesin in einem Raum fühle ich mich wie Hitler. Ich will ihr immer sofort das Staubtuch aus der Hand reißen und selber putzen."
"[...]  when my parents are there, it's no problem fo me. But being alone with the vietnamese in a room, I feel like Hitler. I always want to take her away the duster and clean up myself."

"Er [...] klebte sich zuletzt ein paar Stücke schwarzes Isolierband ins Gesicht um einen Kevin-Kurányi-Bart zu simulieren. Er sah allerdings nicht aus wie Kevin Kuranyi, sondern wie ein Vierzehnjähriger, der sich Isolierband ins Gesicht geklebt hat. Am Ende riss er alles wieder runter und pappte sich einen kleine, quadratischen Klebestreifen unter die Nase. Damit sah er aus wie Hitler, aber das wirkte aus einiger Entfernung tatsächlich am besten. Und weil wir eh in Brandenburg waren, konnte das auch keine politischen Konflikte geben."
"At last he [...] sticked a few pieces  of black tape in his face to create a Kevin-Kurányi-beard. But he actually didn't look like Kevin Kuranyi, but like a fourteen-year old boy who had sticked some tape in his face. In the end he ripped everything off and sticked a small, square shaped piece of tape under his nose. With that he looked like Hitler, but from some distance it worked best. And since we were here in Brandenburg, there couldn't be any political trouble."

"Und kannst du dir vorstellen, irgendwo da oben, auf einem dieser Sterne -ist es jetzt genau so! Da leben wirklich Insekten, die sich gerade in dieser Sekunde eine Riesenschlacht um die Vorherrschaft liefern- und keiner weiß davon."
"Außer uns" sagte ich.
"Außer uns, genau."
"Aber wir sind die einzigen, die das wissen. Auch die Insekten wissen nicht, dass wir das wissen."
"Mal im ernst, glaubst du das?" Tschick stützte sich auf den Ellenbogen und sah mich an. "Glaubst du, da ist noch irgendwas? Ich mein jetzt nicht unbedingt Insekten. Aber irgendwas?"
"Ich weiß nicht. Ich hab mal gehört, dass man das ausrechnen kann. Es ist total unwahrscheinlich, dass es was gibt, aber alles ist eben auch unendlich groß, und total unwahrscheinlich mal unendlich gibt dann eben doch eine Zahl, also eine Zahl von Planeten wo's was gibt. Weil, bei uns hat's ja auch geklappt."
 "And can you imagine, somewhere out there, on one of these stars -it's exactly like this! There are really insects battling for the dominance in this second -and nobody knows."
"Except us." I said.
"Except us, exavtly
"But we're the only ones to know. Even the insects don't know we know it."
"Seriously, do you believe that?" Tschick leaned on his ellbow and looked at me "Do you believe, there's anythng? I don't mean insects. But something?"
"Don't  know. I've heard, that you can calculate that. It's totally improbable, that there's anything, but everything's infinitely big, and totally improbable mulitplied with infinity is yeat a number, a number of planet where there's something. Because, here it also worked."